© Valérie Leray, Private House, Coray 2006 / Internment Camp For Gypsies (Roma) 1940 - 1941 (FR), 59 X 42 Cm, Courtesy Of The Artist And GALERIE KAI DIKHAS

Solo Exhibition

„Ort ohne Namen / Lieu sans Nom“

Valérie Leray

Opening: Friday, October 9, 2015, 19-21h
Exhibition:
October 10 – November 21, 2015
Artist Talk & Finissage: Friday, November 20, 2015, 18h
Opening hours
Wed-Sat 12-18h, and by appointment
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Description

(there is no english description available)

Die Einzelausstellung „Lieu sans nom – Ort ohne Namen“ stellt die Bestandsaufnahme eines Projektes Valérie Lerays dar. Die französische Künstlerin begann eine umfangreiche Recherche über die Verfolgung ihrer Minderheit in Frankreich in der Zeit des Nationalsozialismus und fand die verlassenen Orte der sogenannten „Zigeunerlager“ im ganzen Land. Es entstanden Fotos von Landschaften, deren scheinbarer Frieden ein trügerischer ist. Denn so wie die Orte erst durch den Kontext der Fotografie durch Valérie Leray, einer Nachkommin eines verfolgten Manouche, wieder mit ihrer Vergangenheit verbunden werden, so liegt noch heute die Erfahrung der Verfolgung unsichtbar aber doch omnipräsent in der Erinnerung der Familien verborgen.

Mit ihren sensiblen und ästhetisch wohl komponierten Aufnahmen leistet Leray einen für Frankreich nicht zu unterschätzenden Impuls für die Aufarbeitung und Erinnerung an das oft als den vergessenen Holocaust bezeichnete Genozid an ihrem Volk. Es ist der seltene Moment, in dem die politische Bedeutung eines künstlerischen Werkes mit der ästhetischen Qualität, Sorgfalt und Eleganz einher geht.

Die Ausstellung wird im Rahmen der Eröffnung des zweiten Bauabschnittes des AUFBAU HAUS (9. Oktober) und der Eröffnung des DoKuZ Sinti und Roma Berlin (23. Oktober) gezeigt, so dass ihr zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit und die Anwesenheit wichtiger politischer Vertreter sowohl der Sinti und Roma als auch der Berliner Politik sicher sein wird. Die Eröffnung des DoKuZ Sinti und Roma ist eine strukturelle Errungenschaft der Minderheit, die auf der langjährigen Arbeit der Emanzipationsbewegung der Sinti und Roma beruht, zu der die europäischen Künstler_Innen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet haben.

Text: Moritz Pankok, Kurator

About the artist

Valérie Leray, born in 1975, lives and works in Orléans (FR) and Berlin (GER). She was graduated in Master in Photography and Multimedia in the Paris 8 University. She is an independent photographer. Her topic is the question of presence/ absence of History in contemporary photography. In 2008, her project “Nomads” was awarded the label of “The European Year for Intercultural Dialog”. It was also granted a contribution by the Delegation of Foreign Affairs and a purchase by the Centre France Region (1% artistique). In 2009, she received a support of the Direction of Cultural Affairs in Region Centre. Her works was exhibited in differents countries: Europäischer Monat der Fotografie (Berlin), Fotoseptiembre (Mexico D.F), Pyngyao International Photography festival, Paris, Berlin, Orléans.,

Since 1999, Valérie Leray is the Artistic Director of la mire (ex Lumen) in Orléans (FR), a non-profit organisation which aimed at promoting photography and video.

Event Details

© Valérie Leray, Private House, Coray 2006 / Internment Camp for Gypsies (Roma) 1940 - 1941 (FR), 59 x 42 cm, Courtesy of the artist and GALERIE KAI DIKHAS
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Prinzenstraße 85, 10969 Berlin, Germany

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