Kunstquartier Bethanien | »LIDIA UND DIE ANDEREN« – Seminar Sibylle Fendt / Ostkreuzschule Für Fotografie

Group Exhibition

»LIDIA UND DIE ANDEREN«

Seminar Sibylle Fendt / Ostkreuzschule für Fotografie:

Linda Lobenstein, Erik Irmer, Peter Kagerer, Eva von Schirach, Alexandra Grünbaum, Martin Hufnagel, Manja Liebrucks, Nina Naußed, Charlotte Bröcker, Victor Kataev, Fynn Rettberg, Judith Weber, Gitti la Mar

Opening: Thursday, March 17, 2016, 19h (Facebook Event)
Exhibition: March 18 – 20, 2016, 10-20h
Finissage: Sunday, March 20, 2016, 17h
Opening hours: Fri-Sun, 10-20h
Admission free

Description

The theme of the seminar was “long-term portrait”. All participants created a series about one person, or a group of people, for example a couple, a band or a family over the course of a year or longer. During the process they learned about the advantages (and also the problem) of working with the same person or persons over a longer period of time. Over time the works became more focussed and intense, in content as well as in the visual realisation.

Further details & images: see Facebook Event

The following detail descriptions are only partly available in English:

Linda Lobenstein “Gather yourself!”

Linda Lobensteins Serie “Gather yourself!” (deutsch: “Nimm dich zusammen!”) ist eine Momentaufnahme aus dem Leben von Robert Gather. Die “fotografische Momentaufnahme” verlangt in ihrer historischen Bedeutung kurze Belichtungszeiten. So ist in der Regel eine Aufnahme bei 1/30 Sekunde oder kürzer aus ruhiger Hand möglich, ohne ein besonderes Stillhalten des Motives notwendig zu machen. Für “Gather yourself!” benutzte Linda Lobenstein meist längere Belichtungszeiten, was zu einer leichten Bewegungsunschärfe in einigen Aufnahmen führt. In anderen Bildern scheint die Schärfe verrutscht. Das Spiel mit der Un-/Schärfe in der Serie steht sinnbildlich für die Frage nach dem Fokus im Leben sowie dessen Notwendigkeit und Verschiebung im Laufe der Zeit.

Erik Irmer – HOBART

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Peter Kagerer – Aloys

Mich interessieren Menschen, die für sich eine Nische finden, jenseits vom „nine to five“-Denken. Die sich darin wohl fühlen und trotz aller Wiederstände davon gut leben können. Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und ein gesundes Rollenverständnis sind die Grundvoraussetzungen für ein solches Leben. Ich zeige die Serie Aloys. Ein Zweirad-Mechanikermeister, der mit einer rollenden Werkstatt über die Berliner Märkte fährt um vor Ort alles was zwei Räder wieder zum Laufen bringt. Im Winter, wenn es zu kalt wird, arbeitet er in der Garten- und Landschaftspflege.

Eva von Schirach “Das werde ich dir büßen!“

Im Garten der Kindheit gibt es nur dich und mich. Die Stadt wurde weggesprengt von einem Meteoriten. Ein Riese hat die Menschen aus den Trümmern gerissen und ins All geschleudert. Du bringst mir einen Hasen mit. Weil wir Tiere mögen. Ganze Wildschweine werden von uns verschlungen. Wir sind beide stark. Im Garten der Kindheit ist es total gerecht. Wenn du dich an keine Regeln hältst, dann halte ich mich auch an keine. Im Garten der Kindheit gibt es nur dich und mich. Komm. Bleib. Hau rein.

Alexandra Grünbaum – “Einfach Leben”

Die Serie “Einfach Leben” hinterfragt die Selbstverständlichkeit, die wir oft von der Entstehung und Entwicklung des Lebens haben. Die Arbeit zeigt Stationen, die so in der Vorstellung von Schwangerschaft und den ersten Lebenstagen eines Kindes in unserer Gesellschaft selten thematisiert werden.

Martin Hufnagel – Eine junge Familie im Schwarzwald

Eine junge Familie, Dominik und Johanna mit 2 Kindern suchten einen Hof, um mit ihren Tieren ihre Vorstellung von einem naturverbundenen Leben zu verwirklichen. Sie fanden ihn nicht weit von ihren Elternhäusern im Münstertal/Südschwarzwald und leben nun mit den Altbauern unter einem grossen Dach. Ich kenne beide seit ihrer Kindheit und bereits in ihrer Jugend haben sie ihre Zeit mit eigenen Tieren verbracht. Während die einen mit Auto und Fahrrad unterwegs waren, sah man Johanna mit Pferd und Esel, und Dominik kümmerte sich schon in seiner Kindheit um eigene Schafe und Bienen. Die in der Ausstellung gezeigten Bildern sind eine erste fotografische Annäherung. Die Bilder sind vor allem entstanden während der gemeinsamen Arbeit im Stall und auf den Weiden.

Manja Liebrucks – Hilmar „Mein Traum“.

„Ich träume mich in meine Vergangenheit zu meiner Frau, die beiden Kinder.
Sie und ich, wir streiten.
Ich ziehe fort, weit weg. Diese Welt verspricht mir Glück.

Jenes suche ich, aber kann es nicht finden.
Immerfort sehne ich mich und gebe nicht auf.
Die Frau und die Kinder habe ich verloren. Und das Glück?

(Fotografie Manja Datow)

Nina Naußed – Lidia – ein Tag wie dieser endet nie

Die Arbeit „Lidia – Ein Tag wie dieser endet nie“ zeigt das Leben einer Künstlerin, das Besondere im Alltäglichen und die Freude an den kleinen Dingen des Lebens.

Charlotte Bröcker – One Another

I’ve been taking photos of my two boys growing up for several years. The captured moments from every-day life show my view on their personalities and reflections on my own childhood memories. Moritz was born in January, 2008. He was diagnosed with Autism two years ago, when he was six. Malik was born in February 2010 with an orthopaedic condition called Arthrogryposis Multiplex Congenitas.
Sometimes, I still feel torn – between the fear that we can’t keep up with the demands of the world, if we don’t try to adjust, and the fear that we might lose ourselves, if we don’t get enough time and space just to be the way we are.
www.charlottebroecker.de

Victor Kataev – See you from the deathbed

Auszug aus Wikipedia: “Eine Lebertransplantation (LTX) ist die Transplantation einer gesunden Leber eines Verstorbenen oder eines Teils einer Leber eines Gesunden in den Körper eines leberkranken Patienten. In Deutschland wurden im Jahr 2011 1.199 Lebertransplantationen durchgeführt, für eine Transplantation neu angemeldet wurden 1.729 Patienten.”
Ich habe mir vorgenommen, einige Menschen, die krankheitsbedingt auf eine Organtransplantation angewiesen sind, zu begleiten. Daraus ist dieses fotografische Projekt entstanden. Ich versuchte in diresem Projekt zu erzählen, dass eine Organtransplantation eigentlich nicht die chirurgische Operation ist. Es ist viel mehr das Leben davor und danach. Die Operation bleibt nur ein technisches Hilfsmittel. Die Fotografien zeigen kurze Augenblicke aus dem Leben verschiedener Menschen auf dem Weg zu einem neuen Leben.

Fynn Rettberg – A home in the forest

In der fotografischen Arbeit ‚A home in the forest‘ portraitiert Fynn Rettberg ihre Eltern und zugleich den Raum der eigenen Kindheit, den dichten Kiefernwald, den nahen See, die stille Melancholie eines Lebens in und mit der Natur. Seit mehr als 40 Jahren leben Gerda und Karl an diesem Ort, mit Kindern und ohne, mit sich und immer wieder dem Lauf der Jahreszeiten.

Judith Weber – natur. gewalten. teilung

Judith Weber stellt Arbeiten aus ihrer Serie „natur. gewalten. teilung “ vor, in der sie ihren Freund, den in Berlin lebenden Norweger Truls Krane Meby, porträtiert. Die Bilder zeigen alltägliche Szenen und Momente aus dem Leben eines jungen Mannes und geben so einen persönlichen Einblick in dessen komplexe Gefühlswelt. In ihrem fotografischen Langzeitprojekt versucht Judith Weber, die verschiedenen Facetten dieses widersprüchlichen Charakters einzufangen: den naturverbundenen Inselbewohner und den erlebnishungrigen Großstadtmenschen, den ewig Unruhigen, der sich nach Ruhe sehnt.

Gitti la Mar – WE ARE TRAFFIC!

Die Critical Mass ist ist eine weltweite Bewegung, bei der sich jeden letzten Freitag im Monat Fahrradfahrer treffen um auf den Radverkehr aufmerksam zu machen. Sie fordern mehr Rechte, eine bessere Infrastruktur und mehr Platz für Radfahrer.

Event Details

Kunstquartier Bethanien | »LIDIA UND DIE ANDEREN« – Seminar Sibylle Fendt / Ostkreuzschule für Fotografie
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Mariannenplatz 2, 10997 Berlin, Germany

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